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‘Sei der Mensch, den Du als Kind an Deiner Seite gebraucht hättest’ - Eine Aufforderung zur Selbstreflexion und zur aktiven Gestaltung unserer Beziehungen zu uns selbst und unseren Kindern

Mutter sitzt mit den Beinen im Wasser auf einem kleinen Boot am Ufer und hält die Hand ihres Kindes, beide schauen der untergehenden Sonne entgegen.

'Sei der Mensch, den Du an Deiner Seite gebraucht hättest!' (nach: https://themamabeareffect.org/) trägt eine tiefgründige Weisheit in sich. Er fordert uns auf, unsere eigenen Kindheitserfahrungen zu reflektieren und aus ihnen zu lernen, um heute der Mensch für uns selbst und Andere, insbesondere für Kinder zu sein, der mutig, selbstwirksam, sicher, offen und in-Verbindung-mit-sich-bleibend ist. Doch was genau bedeutet das, und wie kann man diese Idee in die Tat umsetzen?


Reflexion der eigenen Kindheit

Um zu verstehen, welchen Menschen wir als Kind an unserer Seite gebraucht hätten, müssen wir uns zunächst mit unserer eigenen Kindheit auseinandersetzen. Was waren die Herausforderungen, die wir bewältigen mussten? Welche Unterstützung hat uns gefehlt? Gab es Vorbilder, die uns inspiriert haben, oder hätten wir bestimmte Qualitäten bei den Erwachsenen in unserem Leben gebraucht, die nicht vorhanden waren?

Dieser Reflexionsprozess kann schmerzhaft, aber auch heilend sein. Er hilft uns, die Lücken zu identifizieren, die in unserer emotionalen und psychologischen Entwicklung entstanden sind, und gibt uns die Möglichkeit, diese Lücken nicht nur bei den Kindern in unserem Leben zu füllen, sondern auch uns als Erwachsene sozusagen nachzunähren, um gut für uns selbst zu sorgen und gleichzeitig ein Vorbild für die Kinder zu sein.


Empathie und Verständnis

Ein zentraler Aspekt, der oft in der Kindheit fehlt, ist das Gefühl des Verständnisses und der Empathie. Viele von uns haben sich vielleicht als Kinder missverstanden oder nicht gehört gefühlt. Indem wir als Erwachsene lernen, empathisch zuzuhören bzw. hinzuhören und wirklich zu verstehen, was Kinder sagen und fühlen, können wir ihnen das geben, was uns gefehlt hat.

Empathie bedeutet, sich in die Lage des anderen zu versetzen und seine Gefühle und Perspektiven nachzuvollziehen. Für Kinder ist es besonders wichtig, dass sie das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Das schafft Vertrauen und stärkt ihre emotionale Intelligenz.


Unterstützung und Ermutigung

Kinder brauchen Unterstützung und Ermutigung, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Als Erwachsene können wir ihnen helfen, ihre Stärken zu erkennen und an ihre Träume zu glauben. Das bedeutet, dass wir ihnen nicht nur beibringen, was sie tun sollen, sondern ihnen auch die Freiheit geben, ihre eigenen Wege zu finden und Fehler zu machen.

Diese Unterstützung sollte bedingungslos sein. Es ist wichtig, dass Kinder wissen, dass sie geliebt und geschätzt werden, unabhängig von ihren Leistungen oder Fehltritten. Diese bedingungslose Akzeptanz kann ein tiefes Gefühl der Sicherheit und des Selbstwerts vermitteln.

Hier kann ich Dir einen Artikel von mir empfehlen, der sich mit der Motivation von Kindern beschäftigt: https://www.institut-horizonterweiterung.life/post/demotivation-bei-traumatisierten-kindern-entstehung-auswirkung-strategien


Grenzen setzen und Orientierung geben

Neben Empathie und Unterstützung brauchen Kinder auch klare Grenzen und Orientierung. Dies hilft ihnen, die Welt um sich herum zu verstehen und sich sicher zu fühlen. Als Erwachsene sollten wir darauf achten, transparente und faire Regeln aufzustellen und diese auch durchzusetzen.

Dabei ist es wichtig, dass wir diese Grenzen nicht als Machtmittel, sondern als Leitlinien einsetzen, die den Kindern helfen, sich sicher zu bewegen und ihre eigene Autonomie zu entwickeln. Die Balance zwischen Freiheit und Struktur ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung.


Vorbildfunktion

Schließlich sollten wir nicht vergessen, dass Kinder durch Nachahmung lernen. Die Werte und Verhaltensweisen, die wir vorleben, werden von ihnen aufgenommen und nachgeahmt. Es ist also unsere Verantwortung, ein positives Vorbild zu sein.

Das bedeutet, dass wir Integrität, Freundlichkeit, Respekt und Verantwortungsbewusstsein in unserem eigenen Verhalten zeigen sollten. Indem wir den Kindern zeigen, wie man mit Herausforderungen umgeht, wie man Konflikte löst und wie man mit anderen Menschen respektvoll interagiert, geben wir ihnen die besten Werkzeuge für ein erfülltes und erfolgreiches Leben.


„Sei der Mensch, den du als Kind an deiner Seite gebraucht hättest“ ist eine Aufforderung zur Selbstreflexion und zur aktiven Gestaltung unserer Beziehungen zu uns selbst und unseren Kindern. Es bedeutet, die Lücken unserer eigenen Kindheit zu erkennen und sie für die nächste Generation zu füllen. Indem wir Empathie, Unterstützung, Orientierung und ein gutes Vorbild bieten, können wir Kindern helfen, zu selbstbewussten und emotional gesunden Erwachsenen heranzuwachsen. Diese Aufgabe erfordert ständige Selbstverbesserung und das Streben nach einem mitfühlenden und respektvollen Miteinander.


Viel Freude und Neugier bei der Gestaltung!




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