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Reaktionen für den Umgang mit traumatisierten Kindern oder Jugendlichen


Eine Frau, die ein traumatisiertes Kind umarmt

Ich möchte Dir etwas an die Hand geben, wie Du reagieren kannst, wenn Du feststellst, dass da eine Traumatisierung passiert sein kann.

Da ist es entscheidend, einfühlsam und unterstützend zu reagieren. Und gleichzeitig die Individualität des Kindes oder des/der Jugendlichen zu berücksichtigen. Das Wichtigste in schwierigen Situationen ist generell, dass Du als Erwachsene/r da bist und bleibst, damit der/die Heranwachsende in der inneren großen Not (die bei jedem ganz individuell ist) sich nicht allein gelassen fühlt!!!


Hier sind einige Schritte, die Du bei Traumatisierung beachten kannst:

  1. Erkenne die Anzeichen: Achte auf Veränderungen im Verhalten des Kindes wie Rückzug, Wutausbrüche, Schlafstörungen, Angstzustände oder plötzliche Stimmungsschwankungen. Diese könnten auf sehr großen Stress oder ein traumatisches Erlebnis hinweisen.

  2. Biete Sicherheit und Stabilität: Schaffe eine sichere Umgebung, in der das Kind sich wohl und geschützt fühlen kann. Klare Routinen, Grenzen und Verlässlichkeit können dabei helfen, dem Kind ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

  3. Höre zu und sei geduldig: Lasse das Kind seine Gefühle ausdrücken, ohne es zu drängen. Sei geduldig und unterstützend, auch wenn es Zeit braucht, um über seine Erfahrungen zu sprechen.

  4. Sei einfühlsam: Zeige Mitgefühl und Verständnis für die Gefühle des Kindes. Vermeide es, das Kind zu verurteilen oder zu kritisieren, sondern ermutige es dazu, seine Emotionen auszudrücken.

  5. Suche professionelle Hilfe: Wenn das Kind schwerwiegend traumatisiert ist oder unter starken Symptomen leidet, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein (Trauma-)Therapeut oder Psychologe kann dem Kind dabei helfen, seine Erfahrungen zu verarbeiten und gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

  6. Selbstfürsorge: Vergiss nicht, auch für dich selbst zu sorgen. Die Begleitung eines/einer traumatisierten Heranwachsenden kann belastend sein, daher ist es wichtig, sich selbst zu unterstützen und Unterstützung von anderen zu suchen, wenn nötig.

Für Trauma gibt es keine einheitliche Lösung

Es ist wichtig zu betonen, dass die Reaktionen von traumatisierten Heranwachsenden individuell sind und es keine einheitliche Lösung gibt. Durch Geduld, Mitgefühl und Unterstützung kannst Du jedoch dazu beitragen, dem Kind dabei zu helfen, mit seinen Erfahrungen umzugehen und langfristig auf positive Weise zu profitieren - wie bspw. sich selbst vertrauen können, Grenzen setzen können, gut für sich selbst zu sorgen, in Verbindung mit sich und anderen zu sein.

Möchtest Du mehr zu diesem Thema erfahren? Dann schaue Dir auch mein Angebot an Seminaren und Workshops an, um Dich im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.


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